Jahresbericht des Präsidenten 2014

                                                                                        

Liebe Mitglieder der Innovation Zweite Säule 

 

A Generell

Die Innovation Zweite Säule nähert sich ihrem zwanzigsten Geburtstag. Dies soll wiederum Anlass für einen Rückblick in das vergangene Jahr sein. Zudem darf ein kurzer Ausblick auf die Zukunft unseres Vereins nicht fehlen, zumal wichtige Entscheidungen nicht ausbleiben werden, wofür das Vergangene Hinweise vermitteln kann. Das Jahr stand unter dem Eindruck eines energischen Vorgehens des Bundesrates in Sachen Reform der Altersvorsorge, wobei die erste und die zweite Säule zusammen reformiert werden sollen. Diesem Thema hat sich die Innovation Zweite Säule sowohl in einer Vernehmlassung des Bundesrates wie auch in zwei BVG-Arenen angenommen.

 

In der Innovation Zweite Säule hat sich in zweierlei Hinsicht eine Änderung abgezeichnet. Einerseits ist Alexander Bruhin aus dem Vorstand der IZS ausgetreten, weil er seinen Wohnsitz ins entfernte Ausland verlegt hat. Wir danken Alexander für seine produktive Mitwirkung in der IZS und wünschen ihm für seine Etablierung an seinem neuen Wohnort alles Gute.  

 

Anderseits zeigte sich je länger je mehr der Bedarf für eine Änderung in der Geschäftsführung der Innovation Zweite Säule. Dieser Übergang von der Legato AG Bern auf die Primanet AG, Mattenstrasse 8, 3073 Gümligen als neue Geschäftsführerin der IZS ist nun nach einer längeren Übergangszeit inzwischen abgeschlossen.

 

B Im Besonderen 

Die Innovation Zweite Säule hat auch im vergangenen Geschäftsjahr die monatliche BVG-Arena teils mit grundsätzlichen, teils mit aktuellen, aber auch mit neuen Themen durchgeführt. Der Veranstaltungsort im Politforum des Bundes „Käfigturm“ Bern hat sich – trotz der erschwerten Zugänglichkeit für Behinderte - nach wie vor als geeignet erwiesen. Allerdings bleibt seine Belegungskapazität mit 40 Personen relativ beschränkt. 

 

Am 4. Februar wurde das aufgrund der von Volk und Ständen angenommenen Minderinitiative in der Verfassung verankerte Pflicht, dass die Pensionskassen im ausschliesslichen Interesse ihrer Versicherten ihre Rechte als Aktionäre in den investierten Unternehmungen wahrnehmen von prominenter Seite aus dem In- und Ausland debattiert. Nebst Anbietern von Dienstleistungen für die Wahrnehmung der Aktionärsrechte der Pensionskassen, wie Ethos, zCapital, Corporate

Governance Agentur Schweiz und SWIPRA hat auch ein Vertreter der Bayerischen Versicherungskammer, eine der grössten Vorsorgeeinrichtungen Deutschlands, die Praxis der Wahrnehmung der Aktionärsrechte vor allem unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit dargelegt. Von Seiten führender Pensionskassen, wie der PUBLICA, wurde die bisherige, sowie die nun aufgrund des neuen Rechts geschaffene Situation bzw. Vorgehensweise bezüglich Aktionärsrechtevertretung dargelegt. 

 

Dasselbe Thema wurde am 10. April 2014 von der Innovation Zweite Säule unter der Leitung unseres Vorstandsmitgliedes aus der Romandie, Isabelle Amschwand, für die französischsprechende Schweiz in Lausanne zur Diskussion gebracht. Die Ergebnisse dieser beiden Veranstaltungen sind auf der Homepage der Innovation Zweite Säule nachzulesen. 

 

Die IZS hat zum Projekt „Altersvorsorge 2020“ des Bundesrates zum grossen Teil positiv, zum Teil aber auch kritisch bis ablehnend Stellung genommen. Der Bundesrat hat erwartungsgemäss im Dezember 2014 die entsprechende Botschaft vorgelegt, die zur Zeit den Eidgenössischen Räte bereits zur Beratung vorliegt. Wir werden auch in diesem Bereich „am Ball bleiben“ und die Mitglieder und weiter Interessierten der IZS informieren. 

 

Die auch für das Jahr 2014 geplante Studienreise nach Rom musste aus organisatorischen Gründen wiederum verschoben werden. Es zeigt sich auch an diesem Projekt, dass die Bereitschaft zur Mitwirkung einer Organisation vor Ort für das Gelingen einer Studienreise unabdingbar ist. 

 

Die Innovation Zweite Säule wird weiterhin für im Rahmen ihres Zwecks geeignete Studienreisen besorgt sein und Sie auf der Website rechtzeitig darüber informieren.

 

C Ausblick 

Die IZS beabsichtigt, ihre Tätigkeit über Bern hinaus sowohl in die welsche Schweiz, als auch in die Innerschweiz und in den Raum Zürich-Ostschweiz zu erweitern. Der Vorstand wird demnächst seinen diesbezüglichen Plan vorlegen.

 

Die Kontakte zu ausländischen Fachstellen (OECD, EIOPA, ABA etc.) werden weiter ausgebaut, damit die Entwicklung des Systems der beruflichen Vorsorge in anderen europäischen Staaten frühzeitig und sachkundig ermittelt und diskutiert werden kann. Dies ist angesichts der zunehmenden Internationalität im Bereich der Arbeits- und Berufsvorsorgewelt ein absolutes Muss. Insbesondere Länder, die in den Fachgremien in verschiedener Hinsicht immer an vorderster Stelle erscheinen, wie Dänemark oder Holland, erwecken nach wie vor unser besonderes Interesse. Aber auch die Entwicklung der beruflichen Vorsorge in unserem grossen Nachbarland darf in unserem Interesse nicht erlahmen, sind die doch wirtschaftlich und sozial die meisten Beziehungen mit unserem nördlichen Nachbar verbunden.

 

Der Bereich Kommunikation und Werbung bedarf eines professionellen Ausbaus. Die entsprechenden Arbeiten sind im Gange und werden im Laufe dieses Jahres durch die neue Geschäftsstelle ihre Fortsetzung finden.

 

Nebst der BVG-Arena wird für die Mitglieder der Eidgenössischen Räte ein BVG-Foyer angeboten, in dem die wichtigsten und schwierigsten Aspekte in den Vorlagen im Bereich der beruflichen Vorsorge aus politisch und wirtschaftlich unabhängiger Sicht sachkundig behandelt werden können. Vorderhand wird dieses Foyer für die Mitglieder der Eidgenössischen Räte aus der französischsprachigen Schweiz angeboten, welches bereits grossen und guten Anklang gefunden hat. In einem weiteren Schritt wird dieses Angebot für alle Mitglieder der Eidgenössischen Räte vorgesehen.

 

 

D Personelles 

Ende 2014 wies die IZS 87 Mitglieder (49 Einzelmitglieder und 38 Firmen-mitglieder) auf, wobei die Firmenmitglieder berechtigt sind, 4 Personen zu vergünstigten Preisen an den jeweiligen Veranstaltungen teilnehmen zu lassen.

 

Der Vorstand der IZS bestand im Geschäftsjahr 2014 aus folgenden Mitgliedern:

 

Ernst Rätzer, Markus Bill, Isabelle Amschwand, Claude Chuard, Dieter Stohler, Hans Flury, Cyrill Schubiger, Alexander Bruhin, Thomas Fischer und Werner Nussbaum. Alexander Bruhin trat während des Geschäftsjahres 2014 infolge Wegzug ins Ausland aus dem Vorstand der IZS aus. 

 

Den einzelnen Mitgliedern oblagen 2014 folgende Sachbereiche:

 

Präsidium: Werner Nussbaum (P) / Ernst Rätzer (VP)

Geschäftsführung: Markus Bill

BVG-Arena: Werner Nussbaum / Ernst Rätzer

Internationales: Werner Nussbaum / Claude Chuard

Veranstaltungen: Werner Nussbaum / Isabelle Amschwand

Vernehmlassungen: Cyrill Schubiger / Dieter Stohler

Forschung: Thomas Fischer / Werner Nussbaum

Kommunikation: Markus Bill / Claude Chuard

Finanzen: Hans Flury

 

E Finanzielles

 

Siehe dazu die Jahresrechnung mit dem Bericht des Revisors.

 

6. Mai 2015

 

Werner Nussbaum

Präsident IZS

 

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